Wirtschaftshandbuch

VR China-Artikel von Dr. Margot Schüller

Offizielle Staatsbezeichnung Volksrepublik China
Staatsform Volksrepublik, Einparteiensystem
Staatsoberhaupt Staatspräsident Xi Jinping
Regierungschef Ministerpräsident Li Keqiang
Wirtschaftsressorts He Lifeng (Nationale Entwicklungs- und Reformkommission), Zhong Shan (Handelsminister)
Sprachen Chinesisch (Putonghua = Standardsprache), daneben Sprachen der sogenannten nationalen Minderheiten; Handelssprache: Englisch
Analphabetenrate 5,28 % (2016, NBS, ab 15 Jahren; Teilerhebung von 0,837 % der Bevölkerung)
Maße und Gewichte Metrisches System, weitgehende Übernahme von DIN-Normen
Währung Renminbi (=Volkswährung): 1 RMB = 10 Jiao beziehungsweise 100 Fen
Haushaltsjahr Kalenderjahr
Zeitverschiebung MEZ +7 / MESZ +6
Landfläche 9.388 211 qkm (2016, Weltbank)
Einwohnerzahl 1,4 Milliarden (2016, Weltbank)
Bevölkerungsdichte 148 Einwohner/qkm (2017, Weltbank)
Bevölkerungswachstum 0,6 % (2017, Weltbank)
Religionsgruppen Buddhisten, Taoisten, evangelische und katholische Christen, Muslime,Lamaisten
Ethnische Zusammensetzung 91,5 % Han-Chinesen und 8,5 % „nationale Minderheiten“, darunter 18 Volksgruppen mit jeweils mehr als 1 Mio. Menschen (u. a. Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uiguren, Tibeter) (2010, Zensus)
Hauptstadt Beijing 21,73 Millionen (inklusive städtischer Außenbezirke) (2016, NBS)
Wichtige Städte Shanghai (24,2 Mio.), Tianjin (15,6 Mio.), Chongqing (30,548 Mio.) (inklusive städtischer Außenbezirke) (2016, NBS)
Wichtige Feiertage 1. Januar (Neujahr); Frühlingsfest (Chinesi-sches Neujahr am 1. Neumond nach dem 21. Januar sowie der Tag davor und der Tag danach),4. April oder 5. April Chingming-Fest (Totengedenktag); 1. Mai (Internationaler Tag der Arbeit), Mittherbstfest (15. Tag des 8. Mondmonats), 1. Oktober (Nationalfeiertag – Jahrestag der Gründung der VR China)
Entstehung des BIP Primärsektor 2,6 %, Sekundärsektor 24,4 %, Tertiärsektor 73,3 % (2016, ADB)
Verwendung des BIP Privater Verbrauch: 57,7 %, Staatsverbrauch: 18,9 %, Bruttoanlageinvestitionen: 25,7 %, Außenbeitrag: –2,2 %, Veränderungen Lagerbestand: 0,0 % (2016, ADB)
Wichtige mineralische und fossile Rohstoffe Erdgas: 91,2 Mrd. cbm, Steinkohle: 492,8 Mio. t, Erdöl: 15,5 Mio. t (2016, BP), Eisenerz: 858 Mio. t, Bauxit: 82,2 Mio. t, Zink: 0,9 Mio. t (2016)
Wichtige Agrarerzeugnisse Weizen: 21,5 Mio. t, Gerste: 8,0 Mio. t, Hafer: 1,1 Mio. t, Kuhmilch: 9,3 Mrd. l (2017/18, USDA), Zuckerrohr: 34,4 Mio. t (2016, FAO)
Wichtige Industriezweige Bergbau, Landwirtschaft, Gasproduktion, Getränkeindustrie, Tourismus
Elektrizitätserzeugung 257,4 GWh, davon 63,4 % Kohle, 19,6 % Gas, 6,0 % Wasserkraft, 4,7 % Wind und andere 6,4 % (2015/2016)
Wirtschaftsabkommen mit Deutschland Handelsabkommen (1959), Doppelbesteuerungsabkommen (2015), Abkommen über Soziale Sicherheit (2003)
Handelsabkommen in Kraft ASEAN, Chile, China, Japan (JAEPA), Malaysia, Neuseeland (CER), Papua Neuguinea, Singapur, Südkorea (KAFTA), SPARTECA, Thailand, USA
Internationale Organisationen UNO, WTO, APEC, Pacific Islands Forum
Sofern nicht spezifiziert, stammen die Daten aus nationalen Quellen.

+ stabile politische Führung

+ Fortschritte bei der Neuausrichtung des Wachstumsmodells

– /+ Rezentralisierung im Finanzsektor/stärkere Bankenaufsicht

negative Auswirkungen der US-Strafzölle auf Handel und Investitionenen

+ BRI trägt zu außenpolitscher Akzeptanz bei

+ neue Wachstumsmotoren treiben Wirtschaft an

Einbrüche im Außenhandel durch US-Politik

Gefahr von Instabilitäten im Finanzsektor

 

Politischer Überblick

Die „America-First“-Politik des US-Präsidenten Trump erschwert die Beziehungen zwischen China und den USA,
insbesondere im Bereich des Handels, bei Investitionen und in der wissenschaftlichen Kooperation. Europa ist
von der neuen US-Politik direkt durch Strafzölle auf Stahl und Aluminium und indirekt über die Herstellung von
Produkten in den USA, die für den chinesischen Markt bestimmt sind, betroffen. Im Gegensatz zur aktuellen
Politik der USA unterstützen China und die EU den Multilateralismus in den Außenwirtschaftsbeziehungen und
wollen die WTO als regelbasierte Institution reformieren. Beide Seiten beschlossen auf dem EU-China-Gipfel
Mitte Juli 2018, ihre strategische Partnerschaft weiter auszubauen. Auf der bilateralen Ebene wurden die guten
Wirtschaftsbeziehungen durch gegenseitige Staatsbesuche der politischen Führungen beider Länder weiter vertieft
und neue Projekte der Zusammenarbeit .....

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