Wirtschaftshandbuch

Südpazifische Inselstaaten-Artikel von Dr. Dr. Roland Seib

Der Südpazifik umfasst die zwischen Asien und dem amerikanischen Doppelkontinent auf einer Meeresfläche von 70 Millionen Quadratkilometern gelegenen 14 unabhängigen Inselstaaten, von denen zwölf den Vereinten Nationen (UN) angehören. Sie unterscheiden sich von anderen Regionen der Erde sowohl durch ihre geographische Isolation als auch ihre kulturelle Vielfalt. Zudem variieren sie in Größe, Bevölkerungszahl, Ressourcenausstattung und Entwicklungsstand. Das größte Land ist Papua-Neuguinea (PNG), auf das allein knapp 88 Prozent der gesamten südpazifischen Landfläche und mit 8,5 Millionen Einwohnern drei Viertel der pazifischen Gesamtbevölkerung von 11,4 Millionen entfallen. PNG repräsentiert zudem knapp 60 Prozent der gesamten Jahreswirtschaftsleistung (BIP) der pazifischen Inselstaaten. Am anderen Ende des Spektrums befinden sich die Klein- und Kleinststaaten wie etwa Tuvalu, dessen Festlandterritorium lediglich 11.200 Bürger auf 26 Quadratkilometern hat (2017). Die Inselstaaten weisen eine hohe Verletzlichkeit gegenüber natürlichen Katastrophen und den gravierenden Auswirkungen des Klimawandels auf, der die Existenz ganzer Inselgru-pen bedroht.

Die unterschiedlichen Kulturgebiete des Südpazifiks werden als „Melanesien“, „Polynesien“ und „Mikronesien“ bezeichnet, was die Aufteilung...

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