Wirtschaftshandbuch

Südpazifische Inselstaaten-Artikel von Dr. Dr. Roland Seib

Der Südpazifik umfasst die zwischen Asien und dem amerikanischen Doppelkontinent auf einer Meeresfläche von 70 Millionen Quadratkilometern gelegenen 14 unabhängigen Inselstaaten, von denen zwölf den Vereinten Nationen (UN) angehören. Sie unterscheiden sich von anderen Regionen der Erde sowohl durch ihre geographische Isolation als auch ihre kulturelle Vielfalt. Zudem variieren sie in Größe, Bevölkerungszahl, Ressourcenausstattung und Entwicklungsstand. Das größte Land ist Papua-Neuguinea (PNG), auf das alleine knapp 88 Prozent der gesamten südpazifischen Landfläche und mit 8,2 Millionen Einwohnern drei Viertel der pazifischen Gesamtbevölkerung von 10,6 Millionen entfallen. Am anderen Ende des Spektrums befinden sich die Klein- und Kleinststaaten wie etwa Tuvalu, dessen Festlandterritorium lediglich 10.100 Bürger auf 26 Quadratkilometern aufweist (2016).

Die Inselstaaten weisen eine hohe Verletzlichkeit gegenüber natürlichen Katastrophen und den gravierenden Auswirkungen des Klimawandels auf, der die Existenz ganzer Inselstaaten bedroht. Insbesondere Fidschi, PNG, die Salomonen, Tonga und Vanuatu gehören zu den weltweit 15 Staaten, die nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Hochrisikostaaten für Naturkatastrophen gelten. Entsprechend enttäuscht zeigten sich pazifische Regierungen über den angekündigten US-Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Der Rückzug wird Chinas Einfluss in der Region weiter stärken...

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