Wirtschaftshandbuch

Offizielle Staatsbezeichnung

Offizielle Staatsbezeichnung Commonwealth of Australia
Staatsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt Elizabeth II., Königin von Großbritannien und Nordirland, vertreten durch Governor Gen3eral Sir Peter Cosgrove (seit März 2014)
Regierungschef Ministerpräsident Scott Morrison (seit August 2018)
Wirtschaftsressorts Mathias Cormann (Minister für Finanzen), Marise Payne (Außenministerin), Simon Birmingham (Handelsminister)
Sprachen Landes- und Handelssprache: Englisch
Analphabetenrate <1% (2013, UNESCO)
Maße und Gewichte Metrisches System
Währung Australischer Dollar (AUD) (1 AUD = 100 Cents)
Haushaltsjahr 1. Juli bis 30. Juni
Zeitverschiebung MEZ +10 / MESZ +8 (Canberra, Melbourne, Sydney) (Die Zeitumstellung in Australien erfolgt zu anderen Daten als in Deutschland, so dass im Frühling und Herbst zeitweise 9 Stunden Differenz bestehen.)
Landfläche 7,7 Mio. qkm (2018, Weltbank)
Einwohnerzahl 25,2 Mio. (2019, Weltbank)
Bevölkerungsdichte 3,2 Einwohner/qkm (2018, Weltbank)
Bevölkerungswachstum 1,1 % (2018, Weltbank)
Religionsgruppen Katholiken: 23 %, keine Religion: 30,1 %, Anglikaner: 13 %, andere Christen: 16,1 %, nicht christlich: 8,2 %, keine Angabe: 9,6 % (2016, Zensus)
Ethnische Zusammensetzung Einwanderer und deren Nachfahren: 97,2 %, Ureinwohner (Aborigines) und Bewohner der Torres-Strait-Inseln: 2,8 % (2016, Zensus)
Hauptstadt Canberra (398 600 Einwohner, 2017)
Wichtige Städte Sydney (5,2 Mio.), Melbourne (5 Mio.), Brisbane (2,5 Mio.), Perth (2,1 Mio.), Adelaide (1,4 Mio.) (2018)
Wichtige Feiertage 26. Januar (Australia Day – Nationalfeiertag), 25. April (ANZAC Day),12. Juni (Geburtstag der Königin), 7. August (Bank Holiday), 2. Oktober (Tag der Arbeit), 26. Dezember (Boxing Day), christliche Feiertage
Entstehung des BIP Primärsektor 2,8 %, Sekundärsektor 23 %, Tertiärsektor 73,8 % (2017, ADB)
Verwendung des BIP Privater Verbrauch: 57,1 %, Staatsverbrauch: 18,5 %, Bruttoanlageinvestitionen: 24,2 %, Außenbeitrag: 0,6 %, Statistische Diskrepanz: –0,3 % (2017, ADB)
Wichtige mineralische und fossile Rohstoffe Erdgas: 130,1 Mrd.cbm, Steinkohle: 301,1 Mio. t, Erdöl: 15,2 Mio. t (2018, BP), 860 Mio. t, Bauxit: 80,9 Mio. t, Bausand: 25,0 Mio. t (2015, USGS)
Wichtige Agrarerzeugnisse Weizen: 22,5 Mio. t, Gerste: 9,2 Mio. t, Kuhmilch: 9,3 Mrd. l, Rapsöl: 3,7 Mrd. l, (2018/19, USDA), Zuckerrohr: 36,6 Mio. t (2017, FAO)
Wichtige Industriezweige Bergbau, Landwirtschaft, Gasproduktion, Getränkeindustrie, Tourismus
Elektrizitätserzeugung 259,4 GWh, davon 61,3 % Kohle, 21,2 % Gas, 5,4 % Wasserkraft, 4,9 % Wind, 3,4 % Photovoltaik und andere 3,8 % (2017)
Wirtschaftsabkommen mit Deutschland Handelsabkommen (1959), Doppelbesteuerungsabkommen (2015), Abkommen über Soziale Sicherheit (2003)
Handelsabkommen in Kraft ASEAN, Chile, China, CPTPP, Japan (JAEPA), Malaysia, Neuseeland (CER), Papua Neuguinea, Singapur, Südkorea (KAFTA), SPARTECA, Thailand, USA
Internationale Organisationen UNO, WTO, APEC, Pacific Islands Forum
   
  Sofern nicht spezifiziert, stammen die Daten aus nationalen Quellen.

+ Australiens wirtschaftlicher Aufschwung hält seit 1991 an und beschert Australien die längste Wachstumsphase eines OECD-Landes.

+ Der überraschende Wahlsieg des konservativen Premierministers Scott Morrison im Mai 2019 birgt die Chance auf eine vergleichsweise stabile Regierung bis zum Jahr 2022.

+ Der anhaltend niedrig bewertete AUD stärkt den Export von Primärgütern und Dienstleistungen.

+ In der Energiepolitik verfolgt Australien eine mehrgleisige Strategie und setzt sowohl auf den Export fossiler Brennstoffe als auch auf Solarstrom- und Wasserstoffexport.

Insbesondere der Immobiliensektor in den Großstädten entwickelt sich schwach.

Die australischen Bürger sind hoch verschuldet und sorgen sich um den Verfall des Wertes ihrer Immobilien.

Der Konflikt zwischen Australien und China schwelt weiter und könnte die Steigerung der australischen Exporte nach China erschweren.

+ Die Nachfrage nach den australischen Exportprodukten bleibt hoch.

+ Australiens Handelspolitik reagiert erfolgreich auf den anhaltenden Bedeutungsschwund der WTO und knüpft ein engmaschiges Netz von Handelsabkommen.

+ Australien wird zum Vorreiter einer wasserstoffbasierten Energiepolitik.

+/– Die australischen Unternehmen leiden unter der zunehmenden Komplexität der australischen Außenwirtschaftspolitik.

Die aggressive Politik Chinas führt zu einem Erstarken nationalistischer Kräfte in Australien.

Im Konflikt zwischen den USA und China sitzt Australien zwischen den Stühlen

Trotz bester Prognosen konnte die Labor Party die Wahlen zum australischen Par­la­ment am 18. Mai 2019 nicht gewinnen. Die Koalition aus Liberal und National Party, die seit Oktober 2018 keine Mehrheit mehr hatte, gewann 77 Sitze im 151-sitzigen Repräsentantenhaus. Die Koalition hat zwar im Senat, dem Oberhaus, wei­terhin keine Mehrheit und verfügt über 35 von 76 Sitzen, allerdings benötigt sie nur noch die Unterstützung von vier statt zuvor neun unabhängigen Senatoren. Die Koalition erzielte am 4. Juli 2019 ihren ersten bemerkenswerten Erfolg, als ihr kom­plettes Pa­ket von Einkommensteuersenkungen, dem Herzstück ihres Wahlpro­gramms, den Senat mit den Stimmen von vier unabhängigen Abgeordneten passierte...

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