Wirtschaftshandbuch

VR China-Artikel von Dr. Margot Schüller

Offizielle Staatsbezeichnung Volksrepublik China
Staatsform Volksrepublik, Einparteiensystem
Staatsoberhaupt Staatspräsident Xi Jinping
Regierungschef Ministerpräsident Li Keqiang
Wirtschaftsressorts He Lifeng (Nationale Entwicklungs- und Reformkommission), Zhong Shan (Handelsminister)
Sprachen Chinesisch (Putonghua = Standardsprache), daneben Sprachen der sogenannten nationalen Minderheiten, Handelssprache: Englisch
Analphabetenrate 5,89% (2015, NBS, ab 15 Jahren; Teilerhebung von 1,55% der Bevölkerung)
Maße und Gewichte Metrisches System, weitgehende Übernahme von DIN-Normen
Währung Renminbi (=Volkswährung): 1 RMB = 10 Jiao beziehungsweise 100 Fen
Haushaltsjahr Kalenderjahr
Zeitverschiebung MEZ +7 / MESZ +6
Landfläche 9.596.961 qkm (2016)
Einwohnerzahl 1,383 Milliarden (2016)
Bevölkerungsdichte 144 Einwohner/qkm
Bevölkerungswachstum 0,5 % (2016, Weltbank)
Religionsgruppen Buddhisten, Taoisten, evangelische und katholische Christen, Muslime, Lamaisten
Ethnische Zusammensetzung 91,5% Han-Chinesen und 8,5% „nationale Minderheiten“, darunter 18 Volksgruppen mit jeweils mehr als 1 Mio. Menschen (u.a. Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uiguren, Tibeter) (2010, Zensus)
Hauptstadt Beijing 21,71 Millionen (inklusive städtischer Außenbezirke) (2015, NBS)
Wichtige Städte Shanghai (24,15 Mio.), Tianjin (15,47 Mio.), Chongqing (30,17 Mio.) (inklusive städtischer Außenbezirke) (2015, NBS)
Wichtige Feiertage 1. Januar (Neujahr); Frühlingsfest (Chinesisches Neujahr am 1. Neumond nach dem 21. Januar sowie der Tag davor und der Tag danach), 4. April oder 5. April Chingming-Fest (Totengedenktag); 1. Mai (Internationaler Tag der Arbeit), Mittherbstfest (15. Tag des 8. Mondmonats), 1. Oktober (Nationalfeiertag - Jahrestag der Gründung der VR China)
Entstehung des BIP Primärsektor 9,3%, Sekundärsektor 40,7%, Tertiärsektor 50,0% (2015, ADB)
Verwendung des BIP Bruttoanlageinvestitionen 44,9%, Privatver-brauch 39,1%, Staatsverbrauch 14,1%, Außen-beitrag 5,2%, Bestandsveränderungen 1,6%, statistische Abweichung -1,6 (2015, ADB)
Wichtige fossile und mineralische Rohstoffe Erdöl 199,7 Mio. t, Kohle 3,41 Mrd. t, Erdgas 136,87 Mrd. cbm; 10 NE-Metalle 53,1 Mio. t (2016)
Wichtige Agrarerzeugnisse Getreide 616 Mio. t, Baumwolle 5,34 Mio. t, zuckerhaltige Früchte 122.99 Mio. t, ölhaltige Früchte 36,13 Mio. t, Schweinefleisch 52,99 Mio. t, aquatische Produkte 69,0 Mio. t, Holz 66.83 cbm (2016)
Wichtige Industrieerzeugnisse Rohstahl 808 Mio. t, Walzstahl 1.138 Mio. t, Fahrzeuge 28,1 Mio. Stück, darunter 12,1 Mio. Pkw, Mobilfunktelefone 2,06 Mio. Stück, Computer 290 Mio. Stück (2016)
Elektrizitätserzeugung 6,14 Mrd. kWh, davon 72% Wärmekraft, 19,4 % Wasserkraft, 3,47% Atomkraft (2016)
Wirtschaftsabkommen mit Deutschland Doppelbesteuerungsabkommen (1985), Inves-titionsförder- und schutzvertrag (2002)
Ratifizierte Handelsabkommen Australien, APTA, ASEAN, CEPA Hongkong, CEPA Korea Rep., CEPA Macau, Chile, Costa Rica, Island, Neuseeland, Pakistan, Peru, Singapur, Thailand
Internationale Organisationen UN, APEC, WTO, SCO

+ Erholung der Nachfrage wichtiger Handelspartner führt zum Wachstum der Exporte und stabilisiert Wachstum

+ Staatliche Fördermaßnahmen kompensieren die Verlierer des industriellen Strukturwandels

–/+ Die hohe Verschuldung der Lokalregierungen wird strenger kontrolliert, negative Auswirkungen auf Finanzinstitute können aber weiter zunehmen

Gefahr eines wachsenden Protektionismus, der Außenhandel und Investitionen einschränkt

+ Der 19. Parteitag Ende 2017 wird auf Konsolidierung der Reformpolitik setzen

+ Die Belt and Road-Initiative fördert Außenhandel und Investitionen mit der Region und anderen Schwellenländern

Unsicherheit über die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China

Die Realisierung der innovationsgetriebenen Entwicklungsstrategie erweist sich aufgrund vielfältiger Blockaden als langwierig

Politischer Überblick

Sollte US-Präsident Trump seine Ankündigungen wahrmachen, würden sich die Beziehungen zwischen den USA und China deutlich verschlechtern. So steht China auf der Liste der Länder, die von den USA wegen ihrer Handelsbilanzüberschüsse kritisiert werden, ganz oben. Diese sollen ihrer Meinung nach durch Strafzölle und die Neuverhandlung von bilateralen Abkommen beseitigt werden. Allerdings wird China von den USA als Partner bei der Verhinderung des Aufstiegs von Nordkorea zur Atommacht gebraucht. Dies könnte die Verhandlungsposition Chinas in bilateralen Wirtschaftsbeziehungen stärken. Als außenpolitische Soft Policy-Strategie wird Chinas „Belt and Road“-Initiative (BRI) gewertet, die zusätzlich zu den bestehenden regionalen und globalen Wirtschaftsbeziehungen neue Formen der Zusammenarbeit beim....

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