Wirtschaftshandbuch

Singapur-Artikel von Dr. Stephan Giersdorf

Offizielle Staatsbezeichnung Republik Singapur
Staatsform Parlamentarische Republik
Staatsoberhaupt Präsident Halimah Yacob (seit 2017)
Regierungschef Lee Hsien Loong (seit August 2004)
Wirtschaftsressort Chan Chun Sing (Minister für Handel und Industrie), Heng Swee Keat (Finanzminister)
Sprachen Landessprachen: Englisch, Chinesisch (Mandarin), Malaiisch, Tamil; Verwaltungssprache: Englisch
Analphabetenrate 2,7 % (M: 1,1 %, W: 4,1 %) (2018, Department of Statistics)
Maße und Gewichte Metrisches System
Währung Singapur-Dollar (SGD) (1 SGD = 100 Cent)
Haushaltsjahr 1. April bis 31. März
Zeitverschiebung MEZ +7 / MESZ +6
Landfläche 719 qkm (2018, Weltbank)
Einwohnerzahl 5,6 Millionen inklusive Non-Residents (2018, Department of Statistics)
Bevölkerungsdichte 7 804 Einwohner/qkm (2018, Department of Statistics)
Bevölkerungswachstum 0,5 % (2018, Department of Statistics)
Religionsgruppen Buddhisten: 33,9 %, Christen: 18,1 %, Muslime: 14,3 %, Taoisten: 11,3 %, Hindus: 5,2 %, Anhänger anderer Religionen: 0,7 %, ohne Religionszugehörigkeit: 16,4 % (2017, Department of Statistics)
Ethnische Zusammensetzung Chinesen: 74,3 %, Malaien: 13,4 %, Inder: 9,0 %, andere Asiaten und Europäer: 3,2 % (2018, Department of Statistics)
Wichtige Feiertage 1. Januar (Neujahr), chinesisches Neujahr mit wechselndem Datum nach dem Mondkalender, 9. August (Unabhängigkeitstag, 1965), christliche Feiertage, muslimische und hindu-istische Feste mit wechselndem Datum
Entstehung des BIP Verarbeitende Industrie: 20,8 %, Groß- und Einzelhandel: 16,6 %, Unternehmensdienst-leistungen: 14,1 %, Finanzwirtschaft und Versicherungswesen: 12,3 %, sonstige Dienstleistungen: 10,7 %, Transport und Lagerung: 6,4 %, Steuern auf Produkte: 5,4 %, Informations- und Kommunikationsdienstleist-ungen: 3,9 %, Wohneigentum: 3,5 %, 
Bau: 3,2 %, Hotels und Restaurants: 2 %, Betriebsmittel: 1,1 % (2018, Department of Statistics)
Verwendung des BIP Privater Verbrauch: 35,6 %, Außenbeitrag: 24,2 %, Bruttoanlageinvestitionen: 27,6 %, Staatsverbrauch: 10,9 %, Bestandsveränder-ungen: 1,6 %, (2017, ADB)
Wichtige Agrarerzeugnisse Hühner: 51,4 Mio. Stück (2018), Enten: 5,4 Mio. Stück (2018), Schweine: 0,3 Mio. Stück (2018), lokale Fischproduktion: 5.916 t, Gemüse: 22 620 t, Zier¬pflanzen: 16 Mio. Stück, Orchideen: 5 Mio. Stück, (2017, Department of Statistics)
Wichtige Industriezweige Elektronik, Chemie, Biomedizin, Präzisionsgeräte, Transportmaschinen, Allgemeine Fertigung
Elektrizitätserzeugung 52,2 Mrd. kWh (2017, Department of Statistics)
Wirtschaftsabkommen mit Deutschland Doppelbesteuerungsabkommen (2006), Investitionsförder- u. -schutzvertrag (1975)
Handelsabkommen in Kraft AFTA, AANZFTA, ASEAN-China, ASEAN-Indien, ASEAN-Japan, ASEAN-Korea, Australien, China, Costa Rica, GCC-Singapore FTA, Indien, Japan, Jordanien, Neusee¬land, Panama, Peru, Südkorea, Trans-Pacific SEP, USA
Internationale Organisationen UN, WTO, APEC, ASEAN, IMF
   

+  Freihandelsabkommen mit der EU stärkt Handel

+  Rekorde bei Passagierzahlen des Flughafens unterstreichen Bedeutung Singapurs als Transport-Hub          

–  Auswirkungen der weltweiten Handelsstreitigkeiten drücken auf das Wirtschaftswachstum

–  technische Rezession im 2. Quartal 2019

+  Etablierung eines 5G-Ökosystems stärkt Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes   

+  Singapur als politischer Stabilitätsfaktor in der Region

–  Furcht vor einer anhaltenden Rezession

–  keine Trendwende für verarbeitendes Gewerbe zu erwarten

Politischer Überblick

Der südlich der malaiischen Halbinsel gelegene Insel- und Stadtstaat Singapur gehört mit einer Fläche von 721,5 km2 zu den 20 kleinsten Staaten weltweit und ist flächenmäßig der kleinste Staat in Südostasien. Daneben weist Singapur keinerlei Vorkommen von natürlichen Rohstoffen auf. Trotz dieser Standortnachteile ist es dem kleinen südostasiatischen Staat in den letzten Jahrzehnten geradezu vorbildhaft gelungen, sich zu einem prosperierenden Handels-, Technologie- und Finanzdienstleistungszentrum sowie zu einem der wohlhabendsten nicht-erdölexportierenden Länder weltweit zu entwickeln...

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