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Exportrückgänge und steigende Importe: Handelsdefizit mit Asien-Pazifik nimmt zu

Hamburg, 05.03.2026 – Nach einem Rückgang im Jahr 2024 entwickelte sich der deutsche Außenhandel mit der Asien-Pazifik-Region im Jahr 2025 insgesamt positiv. Das bilaterale Handelsvolumen mit der Region stieg insgesamt leicht um 0,8% auf 498,8 Mrd. EUR. Dabei nahmen die Importe um 6,5% zu, während die Exporte um 7% zurückgingen. Das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich damit auf 117 Mrd. EUR, was einem Anstieg von 39,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders betroffen waren die deutschen Exporte nach China, die um 9,7 % zurückgingen. Der Handel mit China macht nahezu die Hälfte des deutschen Handels mit der gesamten Region aus.

China ist erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner und löst die USA an der Spitze ab. Der Außenhandelsumsatz mit der Volksrepublik lag im Jahr 2025 bei 251,8 Mrd. EUR (2024: 246,3 Mrd. EUR) und damit 2,3% über dem Vorjahreswert. Vor allem die deutschen Exporte verzeichneten einen deutlichen Rückgang und sanken um 8,7 Mrd. EUR auf 81,3 Mrd. EUR
(-9,7%). Die Importe aus China nahmen dagegen um 8,8% auf 170,6 Mrd. EUR zu. Das Handelsbilanzdefizit zwischen Deutschland und China erhöhte sich somit auf 89,3 Mrd. EUR.

Der Handel mit Japan verzeichnete im Jahr 2025 einen Rückgang in Höhe von 1,2 Mrd. EUR. Sowohl bei den Exporten (-2,6%) als auch bei den Importen (-2,3%) war ein Rückgang zu verzeichnen. Japan bleibt jedoch mit einem Handelsvolumen von 43 Mrd. EUR der zweitwichtigste deutsche Handelspartner in der Asien-Pazifik-Region. Der bilaterale Handel mit Südkorea verzeichnete ebenfalls einen Rückgang. Sowohl die Exporte als auch die Importe gingen um 8,8% bzw. 10,5% zurück. In der Rangfolge der bedeutendsten Handelspartner Deutschlands innerhalb der Region fiel Südkorea von Rang drei auf Rang vier zurück und liegt damit nun geringfügig hinter Indien. Darüber hinaus ging der Handel mit Australien im vergangenen Jahr um 3,3% zurück. Während die Importe um 9,6 % zunahmen, verringerten sich die Exporte um 8,1%.

Der bilaterale Handel mit Indien lag mit 31,3 Mrd. EUR leicht über dem Vorjahr. Die Exporte gingen um 3,6% auf 16,3 Mrd. EUR zurück, während die Importe um 7,9% auf 15 Mrd. EUR stiegen. Dies zeigt gegenläufige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Der Handel mit Bangladesch entwickelte sich moderat positiv. Während die Exporte mit einem Minus von 19,3% deutlich zurückgingen, legten die Importe um 245,9 Mio. EUR (2,9%) zu. Bangladesch rutschte in der Rangliste der wichtigsten deutschen Handelspartner in der Region von Platz 11 auf Platz 12 ab. Auch der Handel mit Sri Lanka entwickelte sich positiv und erreicht inzwischen ein Volumen von 1,3 Mrd. EUR.

Die deutschen Exporte in die ASEAN-Staaten gingen im vergangenen Jahr um 5,7% auf 26 Mrd. Euro zurück, während die Importe um 9,0% auf 57 Mrd. Euro stiegen. Das deutsche Handelsbilanzdefizit vergrößerte sich damit von 24,7 Mrd. EUR auf 30,1 Mrd. EUR. Zuwächse bei den deutschen Ausfuhren verzeichneten insbesondere Brunei (+14,6%), Kambodscha (+10,8%) und Vietnam (+2,5%). Rückläufig waren dagegen die Exporte nach Laos
(-21,6%), Myanmar (-11,3%), Malaysia (-10,7%), Indonesien (-7,5%) und Singapur (-7,3%). Die Importe stiegen vor allem aus Vietnam (+19,4%), Kambodscha (+16,0%) und Thailand (+11,2%).

Datum

05.03.2026

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Norman Langbecker

Ansprechpartner

Norman Langbecker
Regionalmanager Japan, Korea, Südpazifik
langbecker@oav.de
040 35 75 59-15