Japan als guter Markt für TRUMPF Werkzeugmaschinen

Wirtschaftswachstum ist das große Ziel der Abe-Regierung. Dank der vor etwa zwei Jahren eingeleiteten Yen-Abwertung verdienen die japanischen Unternehmen heute sehr gut.

In der Logik der japanischen Regierung beruht eine Belebung der Wirtschaft auf der Industrieproduktion. Um hier weiter wettbewerbsfähig zu sein, reicht die Wechselkurs-Politik nicht aus. Die Fertigung muss vielmehr technologisch modern ausgerüstet und effizient organisiert sein. Auch eine stärkere Vernetzung im Sinne von „Industrie 4.0“ steht bei vielen Unternehmen im Fokus.

Nachholbedarf in der Industrie

Branchenstudien haben ergeben, dass die Maschinen in japanischen Fabriken derzeit durchschnittlich fünf Jahre älter sind als die in Europa und den USA. Die Regierung hat dieses Defizit erkannt und bereits drei Programme zur Investitionsunterstützung bei Maschinenbeschaffungen aufgelegt. Die guten Gewinne der Firmen sowie der Wille, die einheimische Produktion nicht weiter absinken zu lassen, haben dazu geführt, dass die Investitionsrate für Ausrüstungsgüter 2015 nach derzeitigen Prognosen zweistellig steigen wird. Das wäre der beste Wert seit Jahrzehnten. Weil seit der Abschaltung der meisten Kernkraftwerke die Stromkosten kontinuierlich steigen, wird explizit die Anschaffung von Maschinen und Anlagen gefördert, die Stromein-
sparungen ermöglichen. Mit der neuesten Antriebstechnik und dem Wechsel von CO2- auf Festkörperlaser erfüllen Trumpf-Werkzeugmaschinen diese Kriterien häufig besser als die japanische Konkurrenz.

Energieeffiziente Technologien gefragt

Diese Trends haben dazu geführt, dass Trumpf in Japan seit drei Jahren zweistellige Wachstumsraten verzeichnen kann. Eine ähnliche Größenordnung zeichnet sich auch für das im Juni zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2014/15 ab. Wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Potentials ist das langjährige Engagement von TRUMPF in Japan mit einem landesweiten Servicenetzwerk und teilweise lokalisierter Fertigung. Denn so kann Trumpf für japanische Kunden als vorteilhafte, risikolose Alternative zur einheimischen Konkurrenz auftreten.

Dr.-Ing. Mathias Kammüller

Dr.-Ing. Mathias Kammüller ist Geschäftsführer der TRUMPF GmbH + Co. KG, OAV-Präsidiumsmitglied, Länderausschussvorsitzender für Japan im OAV sowie Honorarkonsul von Japan für das Land Baden-Württemberg.