EZ-Scout im OAV

Fördermöglichkeiten der Entwicklungszusammenarbeit

Die bessere Verzahnung von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist das explizite Ziel der Bundesregierung. Seit 2011 entsendet daher das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sogenannte "EZ-Scouts" in Wirtschaftsverbände, Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern. Die EZ-Scouts beraten im Auftrag des BMZ an den verschiedenen Standorten bundesweit deutsche Unternehmen zu den Fördermöglichkeiten, die das BMZ über seine Durchführungsorganisationen - wie z.B. die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) als Teil der KfW-Bankengruppe, oder die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - für die private Wirtschaft bereitstellt.

Die EZ-Scouts helfen Unternehmen, relevante Förderungsmöglichkeiten zu identifizieren und vermitteln die zuständigen fachlichen und regionalen Kontakte in den Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Sie informieren auf geeigneten Veranstaltungen über die Angebote des BMZ und bringen Aspekte der nachhaltigen Entwicklung - wie z.B. Öko- und Sozialstandards - in die Arbeit der Wirtschaftsverbände und Kammern ein.

Der OAV hat sich der Initiative des BMZ angeschlossen und ist seit Mitte 2013 ebenfalls gastgebende Institution für einen EZ-Scout. Der OAV erweitert damit sein Unterstützungsangebot gerade für seine klein- und mittelständischen Mitgliedsunternehmen. Diesen bieten die vom BMZ finanzierten Programme wichtige Hilfestellungen, um Eintritt und Erfolg in die nicht immer ganz einfachen Märkte der Entwicklungs- und Schwellenländer nachhaltig abzusichern. Sie ergänzen die klassischen Instrumente der Außenwirtschaftsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Zu den Fördermöglichkeiten des BMZ gehören u.a. Kooperationsprojekte (develoPPP), Beratungsangebote, z.B. zur Umsetzung von Öko-Standards und Maßnahmen von verantwortungsvoller Unternehmensführung (corporate social responsibility) sowie die (Mit-) Finanzierung von Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern und der dazu erforderlichen Machbarkeitsstudien.