96. Ostasiatisches Liebesmahl mit dem Ehrengast Michael Lawrence

Am 04. März lud der OAV zum zentralen Netzwerktreffen der deutschen Asienwirtschaft ins Hamburger Rathaus ein.

04.03.2016

Am Freitag, den 04. März lud der OAV – German Asia-Pacific Business Association zum 96. Ostasiatischen Liebesmahl nach Hamburg ein. Die diesjährigen Ehrengäste, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Michael Lawrence, Chief Executive, Asia House London, sowie Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) und Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Voith GmbH, wurden vom OAV-Vorsitzenden Hans-Georg Frey im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses begrüßt.

Der OAV-Vorsitzende zeigte sich in seinem Grußwort zuversichtlich hinsichtlich der künftigen Entwicklung Chinas, mahnte vor unbegründetem Pessimismus und illustrierte die Wichtigkeit einer differenzierten Betrachtung der chinesischen Wachstumszahlen. Bürgermeister Scholz erweiterte den Fokus und verwies auf die enormen Veränderungen im asiatisch-pazifischen Raum, die schon allein aufgrund der Größenordnungen Folgen für die gesamte Welt haben. Den Befund einer immer größeren Verflechtung der einzelnen Weltregionen konkretisierte er anhand der Flüchtlingskrise, die nationalstaatliches Denken zum Anachronismus gemacht hat. Die Stadt Hamburg könne aufgrund ihres Kosmopolitismus als Vermittler zwischen den Kulturen wirken.

Der APA-Vorsitzende Dr. Hubert Lienhard nahm eine eingehende Analyse von Chinas Modernisierungskurses vor. Eine Transformation des alten Wachstumsmodells und ein Ausweg aus der „Falle der mittleren Einkommen“ sei im Interesse der globalen Wirtschaft und sollte speziell von den deutschen Unternehmen unterstützt werden. Eine weitere umfassende Öffnung Chinas sei derzeit leider nicht zu erkennen, dennoch müsse konsequent hierauf hingearbeitet werden. Ehrensprecher Michael Lawrence verdeutlichte die britische Perspektive auf die aktuellen Trends in Asien-Pazifik. Das Ziel von Asia House ist die Stärkung der Verbindung zwischen Großbritannien und den asiatischen Ländern. Hierbei nehme man das beeindruckende System der deutschen Asienwirtschaft durchaus zum Vorbild. Die bereits engen Beziehungen kommen auch darin zum Ausdruck, dass sich eine Reihe von asiatischen Unternehmen für einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU ausgesprochen hat – ein Wunsch, der mehrheitlich auch von der britischen Wirtschaft geteilt wird. Nicht zuletzt bei Handelsverhandlungen sei die eigene Größe entscheidend, eine EU-Mitgliedschaft mithin von großem Vorteil. 

Das „Ostasiatische Liebesmahl“ ist die Hauptveranstaltung der deutschen Asienwirtschaft zum Austausch über aktuelle Themen mit Festreden hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Am diesjährigen Liebesmahl nahmen über 350 hochrangige Gäste teil, die dem OAV bereits seit Langem verbunden sind und seine bewährte Netzwerkfunktion zu schätzen wissen. Zu den Ehrengästen der letzten Jahre zählten u.a. der ehemalige ASEAN-Generalsekretär Dr. Surin Pitsuwan, der Präsident der Mongolei, Tsakhia Elbegdorj, sowie im letzten Jahr Dr. Supachai Panitchpakdi, ehemaliger Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO und früherer Generalsekretär der UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD).

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