Adelphi: Newsticker Korea

Energiepolitische und -wirtschaftliche Informationen

31.03.2022

Die AHK Korea und adelphi haben einmal mehr spannende Entwicklungen im Bereich Energiepolitik und -wirtschaft aus Korea zusammengetragen.

Stärkeres Sicherheitsmanagement von Wasserstoffprodukten: Sicherheitsparagraph des Wasserstoffgesetzes tritt in Kraft

Nachdem der Paragraph zur Förderung von Wasserstoff bereits am 05.02.2021 in Kraft trat, wird laut MOTIE ab dem 05.02.2022 auch der Sicherheitsparagraph des Wasserstoffgesetzes durchgesetzt. Schon bei der Verabschiedung des Gesetzes am 04.02.2020 war die Notwendigkeit der Berücksichtigung des Sicherheitsaspekts bekannt. Jedoch wurde der Paragraph ausgesetzt, um zunächst die Vorbereitung von Sicherheitsstandards sowie einer Inspektionsinfrastruktur zu ermöglichen. Betroffen sind Wasserstoffprodukte und Hersteller von Wasserstoffprodukten. Der Paragraph behandelt hauptsächlich Herstellungsgenehmigungen, Herstellungsregistrierungen und Sicherheitsinspektionen von Wasserstoffprodukten wie Geräte zur Erzeugung von Wasserstoff (Elektrolyseure, Wasserstoffextrahierer), mobile Brennstoffzellen (für Gabelstapler und Drohnen) und statische Brennstoffzellen. Bei der Herstellung von Wasserstoffprodukten ohne Genehmigung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 20 Mio. KRW (14.600 EUR). Die Produktion und der Import von Wasserstoffprodukten ohne Inspektion kann zu einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe von bis zu 10 Mio. KRW (7.300 EUR) führen. Es wird erwartet, dass dadurch die Sicherheit von Wasserstofferzeugungsanlagen sowie der Wasserstoffmobilität unter Nutzung von Brennstoffzellen verbessert wird.

Quelle: MOTIE, 03.02.2022; http://www.motie.go.kr/motie/ne/presse/press2/bbs/bbsView.do?bbs_seq_n=165251&bbs_cd_n=81¤tPage=21&se arch_key_n=title_v&cate_n=&dept_v=&search_val_v=

Start von „Beratungsgremium für internationale Treibhausgasreduktion im Industrie- und Energiebereich“

Am 09.02.2022 veranstaltete MOTIE unter Teilnahme von Minister Sungwook Moon, der Vorsitzenden des „Carbon Neutral Committee“ und Vertreter*innen von Unternehmen mit hohen Emissionen eine Eröffnungszeremonie für das „Beratungsgremium für internationale Treibhausgasreduktion im Industrie - und Energiebereich“, mit dem Ziel der Möglichkeiten zur Förderung internationaler Projekte zur Treibhausgasreduktion zu untersuchen. Das Beratungsgremium besteht aus MOTIE, KEA, KOTRA, verwandten Agenturen wie Verifizierungsstellen, KIAT und privaten Großkonzernen wie etwa Stromerzeugungsunternehmen. Unter Anwendung des bei der COP26 beschlossenen Marktmechanismus für die internationale Reduktion von Treibhausgasen soll durch gemeinsame öffentlich-private Auslandsinvestitionen ein System für die effektive internationale Reduktion von Treibhausgasen errichtet werden. Da dieses Projekt nicht in Form von ODA (Official Development Assistance), sondern in Form von Auslandsinvestitionen von koreanischen Firmen durchgeführt werde, sei die Beseitigung von Unsicherheiten essentiell, betonte MOTIE. Das Beratungsgremium erörterte Trends internationaler Treibhausgas-Reduktionsnormen, Clean Development Mechanism (CDM) Projekte vor dem Pariser Abkommen und die Ausrichtungen von Regierungsentscheidungen. MOTIE plant, internationale Reduktionsprojekte zu fördern, die eine wirtschaftliche Realisierbarkeit priorisieren. Minister Moon äußerte sich sehr positiv: „Mit dem heutigen Start des Beratungsgremiums wurde ein wichtiger Grundstein für die Förderung internati onaler Projekte zur Treibhausgasreduktion im Industrie- und Energiesektor gelegt.“ 

Quelle: MOTIE, 09.02.2022; http://www.motie.go.kr/motie/ne/presse/press2/bbs/bbsView.do?bbs_seq_n=165272&bbs_cd_n=81¤tPage=1&sea rch_key_n=title_v&cate_n=&dept_v=&search_val_v=

Grundstein für Lokalisierung von Windkraft-Großanlagentechnik gelegt

Am 08.02.2022 hielt das Korea Institute of Energy Technology Evaluation and Planning (KETEP) eine Pressekonferenz im Yeonggwang-Baeksu Windpark (südwestliche Jeollanam Provinz) zur erfolgreichen Entwicklung eines LVRT- und HVRTPrüfgeräts mit einer Kapazität von 12 MW sowie einer Prüfungstechnik für Netzanbindungskompatibilität. Diese Erfolge ermöglichen die inländische Produktion von Windkraft-Generatoren, da nun die Kompatibilität solcher Riesenturbinen mit der Stromnetzanbindung geprüft werden kann. Bisher waren koreanische Hersteller hier auf ausländische Technologien angewiesen. Nun ist die Zertifizierung nach dem internationalen Standard IEC-61400-21-1 auch in Korea möglich.

Quelle: Energy Daily, 09.02.2022; http://www.energydaily.co.kr/news/articleView.html?idxno=125612

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