Bangladesch: Gewaltiger Investitionsbedarf in der Abfallwirtschaft

In Bangladesch spitzt sich das Müllproblem zu. Die Deponien laufen über und es gibt kein geregeltes Recycling. In Dhaka soll 2024 die erste Waste-to-Energy-Anlage ans Netz gehen.

25.02.2022

GTAI, 24.02.2022, von Boris Alex | New Delhi

Bangladesch steht bei der Abfallbehandlung vor großen Herausforderungen. Nicht nur die Bevölkerung und die Haushaltseinkommen sind in den letzten Jahren stetig gewachsen, sondern auch die Müllberge - insbesondere in den Ballungszentren. Nach einem jahrzehntelangen Investitionsstau suchen die Städte und Kommunen nach Lösungen für ihr Müllproblem. Dabei setzen sie auch auf internationales Know-how und Kooperationen mit dem Ausland. Dies bietet wachsende Geschäftschancen für Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft. Aber der Markt ist schwierig, denn die kommunalen Entsorger sind chronisch unterfinanziert - unter anderem, weil die Haushalte und Unternehmen nicht bereit sind, höhere Gebühren für eine geregelte Abfallbehandlung zu bezahlen.

Zwischen 1991 und 2018 hat sich das Volumen der Feststoffabfälle allein in den Städten auf 25.000 Tonnen pro Tag nahezu vervierfacht. Bis 2025 erwarten Experten einen weiteren Anstieg auf täglich 47.000 Tonnen. Bangladeschs Hauptstadt Dhaka liegt bei der Müllproduktion weit vorne: Bei den 20 Millionen Einwohnern fielen 2018 schätzungsweise 6.500 Tonnen Abfall pro Tag an. Laut einer Prognose der Japan International Cooperation Agency (JICA) aus dem Jahr 2017 dürfte das Volumen bis 2032 auf täglich 8.500 Tonnen zulegen. Andere Quellen rechnen angesichts der rasch wachsenden Bevölkerung und des höheren Lebensstandards bis dahin mit einer Abfallmenge von 12.000 Tonnen pro Tag.

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