Bangladesch: Zahlreiche Projekte im Wassersektor geplant

Bangladesch muss dringend neue Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Klärwerke bauen. Doch viele Projekte verzögern sich, und Kostenüberschreitungen sind die Regel.

04.03.2022

GTAI, 03.03.2022, von Boris Alex | New Delhi

Die Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung stellen Bangladesch vor wachsende Herausforderungen. Immer mehr Menschen zieht es in die Ballungszentren, und der Druck auf die Infrastruktur wächst. Zwischen 2010 und 2020 ist der Anteil der Einwohner mit Zugang zu sicherem Trinkwasser nur um vier Prozentpunkte auf 59 Prozent gestiegen, so eine Studie der Vereinten Nationen (UN). Beim Zugang zu sicheren sanitären Einrichtungen hat sich der Anteil in dem Zeitraum um 11 Punkte auf 39 Prozent erhöht. Bei der Wasserentsorgung ist der Engpass noch deutlicher: Gerade einmal 16 Prozent des Haushaltsabwassers werden behandelt. Damit liegt Bangladesch im regionalen Vergleich hinter Indien mit 27 Prozent und Nepal mit 37 Prozent, so die UN-Daten.

Der Nachholbedarf in Bangladeschs Wassersektor ist riesig. Die Regierung hat das Problem erkannt und will die Versorgung und die Abwasserbehandlung in den nächsten Jahren weiter verbessern. Ein Beispiel: Gerade einmal ein Viertel der Haushalte verfügt über einen eigenen Wasseranschluss. In den Städten sind es immerhin 40 Prozent, auf dem Land hingegen nur 4 Prozent, so die Daten des Bangladesh Integrated Household Survey aus dem Jahr 2020. Der Großteil versorgt sich über eigene oder gemeinschaftliche Brunnen. In ihrem 8. Fünfjahresplan hat sich die Regierung daher zum Ziel gesetzt, bis Mitte 2025 alle städtischen Haushalte mit einem Wasseranschluss auszustatten. Auch soll der Wasserverlust im Leitungssystem weiter verringert werden. In der Hauptstadt Dhaka konnte dieser seit 2015 auf 20 Prozent halbiert werden.

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