Deutsche Exporte nach China wieder auf Rekordniveau

30.11.2009

Die VR China war auch im September 2009 der dynamischste Handelspartner Deutschlands. Die deutschen Lieferungen nahmen in den ersten drei Quartalen 2009 um 2,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu, im dritten Quartal lag das Plus zum Vorjahresquartal sogar bei 14,4 Prozent. Damit liegen die Exporte nach China nach dem Einbruch zum Anfang des Jahres inzwischen wieder auf Rekordhöhe. Mit insgesamt 9,8 Mrd. Euro lag der Wert der im dritten Quartal exportierten Waren um beinahe eine Milliarde Euro höher als der bisherige Spitzenwert aus dem zweiten Quartal 2008.

Damit ist China auch der wichtigste Faktor dafür, dass sich der deutsche Außenhandel mit der Region Asien-Pazifik in diesem Jahr deutlich besser entwickelt als der weltweite Trend. Dem Einbruch der deutschen Exporte insgesamt von 22,3 Prozent steht ein Rückgang von vergleichsweise geringen 10,7 Prozent bei den Ausfuhren nach Asien-Pazifik gegenüber. Relativ stabile Werte weisen neben China auch Indien (-8,8% gegenüber dem Vorjahr) und Vietnam (-4,1%) auf. Weniger gut sieht die Entwicklung in Taiwan (-31,4%), Korea (-20,6%) und Japan (-19,5%) aus.

Auch auf der Importseite werden die Asien-Pazifik-Zahlen von China bestimmt. Beinahe die Hälfte aller Einfuhren aus der Region kommt aus China. Dabei liegt der Wert bis Ende September 2009 noch immer 5,5% unter dem des Vorjahreszeitraums. Insgesamt entwickeln sich auch die deutschen Einfuhren aus Asien-Pazifik mit einem Minus von 10,5 Prozent über dem deutschen Gesamtniveau (-18,9%).

Deutschland verzeichnet auch im bisherigen Jahresverlauf 2009 ein deutliches Handelsbilanzdefizit mit der Region Asien-Pazifik. Für die ersten neun Monate des Jahres liegt der Wert bei 18,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 20,3 Mrd.). Defizite bestehen vor allem mit China (-14,1 Mrd.) und Japan (-5,6 Mrd). Überschüsse erzielt Deutschland im Handel mit Australien (3 Mrd.), Hongkong (2 Mrd.) und Indien (1,7 Mrd.).