BMWi-Geschäftsanbahnung nach Japan zum Thema Industrie 4.0

20. Februar 2017 - 24. Februar 2017, Japan

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und in Zusammenarbeit mit dem Ostasiatischen Verein (OAV) sowie mit Unterstützung deutscher Branchenverbände organisiert die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) eine Geschäftsanbahnungsreise für deutsche KMUs im Bereich Industrie 4.0, insbesondere Maschinen- und Anlagenbau nach Japan. Die Reise wird vom 20. bis zum 24. Februar 2017 stattfinden.

Die vierte industrielle Revolution oder kurz Industrie 4.0 spielt auch in Japan eine zunehmend wichtige Rolle, um im internationalen Wettbewerb und im Bereich der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden. Insbesondere Entwicklungen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau sowie Industrierobotik werden von der japanischen Wirtschaft, aber auch von Seiten der Politik mit großem Interesse verfolgt und auch mit Hinblick auf die Olympischen Spiele im Jahr 2020 vorangetrieben. Japan möchte sich dann als Hightech-Nation präsentieren.

Japan und Deutschland weisen nicht nur eine ähnliche Industriestruktur auf. Auch die Herausforderungen und Herangehensweisen an die Digitalisierung der Industrieproduktion sind in Japan und Deutschland vergleichbar. Als Pendant zur deutschen Plattform Industrie 4.0 und zur amerikanischen Idee des IoT, hat Japan eigene Initiativen gegründet, die Robot Revolution Initiative und die Industrial Value Chain Initiative (IVI). In diesen Initiativen werden Themen wie Standardisierung, Sicherheitsthemen sowie rechtliche Fragen behandelt. Sie können aber nicht nur individuell und lokal gelöst werden, sondern bedürfen internationaler Lösungen und Kooperationen. Japan und Deutschland haben im April 2016 deshalb eine Kooperation vereinbart, die auch zum Ziel hat, sowohl kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) in ihrem Digitalisierungsprozess im jeweiligen Land zu unterstützen. KMU sollen aber auch dabei unterstützt werden, den japanischen Markt zu erschließen, genauso wie umgekehrt japanische Unternehmen versuchen werden, den deutschen Markt zu erschließen.

Die Geschäftsanbahnungsreise soll kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich im Vorfeld der CeBIT 2017 in Japan zu präsentieren, Erstgespräche mit individuellen Geschäftspartnern zu führen, den japanischen Markt kennen zu lernen und gewonnene Erfahrungen und Kontakte gezielt während der kommenden Events (CeBIT 2017 und Hannover Messe 2017) in Deutschland einzusetzen und weiter auszubauen. Japan wird im kommenden Jahr Partnerland der CeBIT sein. Dazu wird eine japanische KMU-Delegation nach Deutschland reisen und den deutschen Markt erkunden.

Die Geschäftsanbahnung richtet sich primär an KMU mit entsprechendem Branchenschwerpunkt. Im Programm vorgesehen sind individuell vorbereitete und begleitete Erstkontaktgespräche und eine Präsentationsveranstaltung in Tokyo. Diese Präsentationsveranstaltung bietet Teilnehmern Gelegenheit zum Networking und die Möglichkeit, dem lokalen Fachpublikum im Rahmen eines Vortrags Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabsichten näher zu bringen. Zur Vorbereitung der Reise werden den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und ein individuell zusammengestelltes Factsheet zum japanischen Markt bereitgestellt. Die Teilnehmerzahl ist auf höchstens 12 Unternehmen begrenzt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen. Die Geschäftsanbahnung ist eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Die teilnehmenden Unternehmen entrichten einen Eigenanteil, der nach Unternehmensgröße und Umsatz gestaffelt ist. Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Anmeldeschluss ist der 28. November 2016. Nähere Informationen zur Reise sowie das Anmeldeformular finden Sie zum Download in der rechten Spalte.

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