Informationsveranstaltung: Energieeffiziente Gebäude in Hongkong und Guangzhou

27. Juni 2017, Baden-Baden

Im Rahmen der Exportinitiative des BMWi veranstaltet der OAV in Kooperation mit Baden-Württemberg International (bw-i) am 27. Juni 2017 eine Informationsveranstaltung zu Energieeffiziente Gebäude – Klimatechnik & Industriegebäude bei der IHK Karlsruhe in Baden-Baden.

Die Informationsveranstaltung soll den Teilnehmern neben Länderinformationen insbesondere den chinesischen Gebäude-Energieeffizienzmarkt, sowie Marktpotenziale und –Barrieren hinsichtlich des Energieeffizienzmarktes im chinesischen und Hongkong-chinesischen Markt näherbringen. Ein Mitarbeiter der AHK China und weitere Fachexperten, die sich bestens mit dem Zielmarkt auskennen, werden in Vorträgen die Situation in Guangzhou und Hongkong erläutern und von ihren Erfahrungen berichten. Darüber hinaus stellen Referenten die rechtlichen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten für deutsche Exporteure dar. Ausreichend Pausen zum persönlichen Austausch und zur Kontaktanbahnung sind zentraler Bestandteil der Veranstaltung.

Die Informationsveranstaltung dient zur Vorbereitung für die AHK-Geschäftsreisen nach Hongkong (28. November bis 01. Dezember 2017) und Guangzhou (04. Bis 07. Dezember 2017), an welchen einzeln oder im Verbund teilgenommen werden kann.

Die Anmeldung zur Informationsveranstaltung erfolgt über Frau Felicitas Kaupp, verwenden Sie gerne den Anmeldebogen unter Downloads.

Die deutsche Zielgruppe
Die Informationsveranstaltung richtet sich an vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) mit Geschäftsbetrieb in Deutschland aus dem Bereich Energieeffizienz in Gebäuden. Dabei sind vor allem Anbieter von Produkten und Dienstleistungen angesprochen, die Energieeffizienz bzw. Energieeinsparung für Industriegebäude fördern.

Zielmarkt Hongkong
Bau- und Infrastrukturprojekte trugen zum Inlandsprodukt der Hongkong Sonderverwaltungsregion im Durchschnitt der letzten zehn Jahre etwa 22% bei. Ein Ende des Trends oder eine Abschwächung ist auf Dauer nicht in Sicht, denn eine gut funktionierende Infrastruktur ist eine der Lebensadern der Metropole. Mit rund 7,3 Mio. Einwohnern und einer Fläche von 1000 km², von der nur ein kleiner Prozentsatz urban nutzbar ist, gehört Hongkong mit zu den am dichtest besiedelten Städten der Welt – und konsequenterweise prägt eine Hochhausarchitektur das Stadtbild.

Subtropisches Klima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 26 Grad Celsius und 78% relativer Luftfeuchtigkeit macht für einen zeitgemäßen Lebens- und Arbeitsstil Klimatisierung in Haushalten und im Gewerbe unabdingbar. 2015 lag der Anteil der Klimatisierung bei 30% des gesamten Stromverbrauches. Von 1985 bis 2015 legte der Stromverbrauch um 266% von 61.120 Terajoule auf 162.356 Terajoule explosionsartig zu.

Mit einer weiter wachsenden Bevölkerung und stärker auf Elektrizität basierenden wirtschaftlichen Aktivitäten wie Datencenter wird der Strombedarf zwangsläufig weiter steigen und, bei steigenden Energiekosten, den Druck erhöhen, Maßnahmen der Kostensenkung zu ergreifen. Die Masse der baulichen Installationen in Hongkong sind Wohn- und Geschäftsgebäude mit einer geschätzten Anzahl von 40.000 Einheiten. Industriegebäude spielen v.a. bei der Bausanierung eine Rolle. Viele dieser Einrichtungen werden - mit der Verlagerung der Industrie seit den 80er Jahren ins Festland - einer anderen Verwendung zugeführt.

Die Novelle des Hongkong Gebäudeenergieeffizienzcodes 2015 sowie die Einführung 2016 des „BEAM Plus“ Standards für bestehende Gebäude beflügelt das Bewusstsein weiter, den Energieverbrauch in Gebäuden in allen Phasen ihrer Entstehung und Nutzung als zentrales Element der Betrachtung zu würdigen.

Zielmarkt Guangzhou
China hat sich ehrgeizige Ziele in der Erhöhung der Energieeffizienz gestellt. Diese Ziele wurden durch den letzten 5-Jahresplan noch einmal bekräftigt. Der realisierte Gebäudestandard in China ist jedoch nach wie vor weit hinter dem,  was technologisch möglich und sinnvoll wäre. Das gilt für Wohngebäude, ebenso wie für Industriebauten. Im Perlflussdelta, welches rund um Guangzhou im Süden Chinas liegt und den weltweit größten urbanen Lebensraum darstellt, gibt es viele in den 1980er und 1990er Jahren günstig errichtete Bauten, auf die das besonders zutrifft. Auf einer Fläche, welche in etwa der Größe der Schweiz entspricht, leben und arbeiten über 60 Mio. Menschen, zuzüglich nicht registrierter Wanderarbeiter in zweistelliger Millionensumme, die in gut 650.000 produzierenden Betrieben arbeiten. Bei zahlreichen dieser Betriebe stehen in den nächsten Jahren Modernisierungen und Neubauten an,  maßgeblich getrieben durch den industriellen Wandel, hin zu höherwertiger Produktion und automatisierter Fertigung.

Dies bedingt häufig auch bauliche Veränderungen und stellt somit eine Chance für energieeffiziente Lösungen dar. Gleichzeitig nimmt durch die steigende Bedeutung von Automatisierung die Energiedichte vor Ort zu, was die ohnehin begrenzten Leitungskapazitäten vor Herausforderungen stellt. Energieeffizienz, auch bei Industriebauten, ist also ein zunehmend wichtiger Faktor und bietet deutschen Anbietern Marktchancen.

Kosten
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, den Teilnehmern werden lediglich für das ganztägige Catering Kosten in Höhe von 30,00 Euro (inkl. MwSt.) in Rechnung gestellt.

Organisation und Ansprechpartner
Die AHK Informationsveranstaltung wird von der Deutsch-Chinesischen Industrie- und Handelskammer (AHK) gemeinsam mit dem OAV – German Asia-Pacific Business Association als Durchführer der Exportinitiative Energie organisiert. Bei Fragen zur Anmeldung auf deutscher Seite wenden Sie sich gerne an Felicitas Kaupp (OAV).

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