Wirtschaftshandbuch

VR China-Artikel von Dr. Margot Schüller

Offizielle Staatsbezeichnung Volksrepublik China
Staatsform Volksrepublik, Einparteiensystem
Staatsoberhaupt Staatspräsident Xi Jinping
Regierungschef Ministerpräsident Li Keqiang
Wirtschaftsressorts He Lifeng (Nationale Entwicklungs- und Re¬formkommission), Zhong Shan (Handelsminister)
Sprachen Chinesisch (Putonghua = Standardsprache), daneben Sprachen der sogenannten nationa¬len Minderheiten, Handelssprache: Englisch
Analphabetenrate 4,9 % (2017, NBS, ab 15 Jahren, Teilerhebung)
Maße und Gewichte Metrisches System, weitgehende Übernahme von DIN-Normen
Währung Renminbi (= Volkswährung): 1 RMB = 10 Jiao bzw. 100 Fen
Haushaltsjahr Kalenderjahr
Zeitverschiebung MEZ +7 / MESZ +6
Landfläche 9 562 910 qkm (2018, Weltbank)
Einwohnerzahl 1 395,4 Mio. (2018, Weltbank)
Bevölkerungsdichte 148 Einwohner/qkm (2017, Weltbank)
Bevölkerungswachstum 0,6 % (2017, Weltbank)
Religionsgruppen Buddhisten, Taoisten, evangelische und ka¬tholische Christen, Muslime, Lamaisten
Ethnische Zusammensetzung 91,5 % Han-Chinesen und 8,5 % „nationale Minderheiten“, darunter 18 Volksgruppen mit jeweils mehr als 1 Mio. Menschen (u.a. Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uiguren, Tibeter) (2010, Zensus)
Hauptstadt Beijing 21,7 Mio. (inklusive städtischer Außenbezirke) (2017, NBS)
Wichtige Städte Shanghai (24,9 Mio.), Tianjin (15,6 Mio.), Chongqing (30,8 Mio.) (inklusive städtischer Außenbezirke) (2017, NBS)
Wichtige Feiertage 1. Januar (Neujahr); Frühlingsfest (Chinesi-sches Neujahr am 1. Neumond nach dem 21. Januar sowie der Tag davor und der Tag da¬nach), 4. oder 5. April Chingming-Fest (Totengedenktag); 1. Mai (Internationaler Tag der Arbeit), Mittherbstfest (15. Tag des 8. Mondmonats), 1. Oktober (Nationalfeiertag – Jahrestag der Gründung der VR China)
Entstehung des BIP Primärsektor 8,2 %, Sekundärsektor 40,6%, Tertiärsektor 51,2 % (vorläufige Zahlen für 2017, ADB)
Verwendung des BIP Bruttoanlageinvestitionen 43,6 %, Privatver-brauch 38,4 %, Staatsverbrauch 14,3 %, Außenbeitrag 1,9 %, Bestandsveränderungen 1,7 % (vorläufige Zahlen für 2017, ADB)
Wichtige mineralische und fossile Rohstoffe Kohle: 3,7 Mrd. t, Erdgas: 160 Mrd. cbm, Erdöl: 189 Mio. t (2018)
Wichtige Agrarerzeugnisse Mais: 259,2 Mio. t, Reis: 214,4 Mio. t, Getreide: 134,3 Mio. t, Zuckerrohr: 104,8 Mio. t, Fisch: 79,9 Mio. t, Schweinefleisch: 55,5 Mio. t (2017, FAO)
Wichtige Industriezweige Walzstahl: 1,1 Mrd. t Rohstahl: 928 Mio. t, Mobilfunktelefone: 1,8 Mrd. Stück, Computer: 307 Mio. Stück, (2018)
Elektrizitätserzeugung 6,5 Bio. kWh (2017, ADB), davon 69,6 % Kohlekraft, 7,6 % Erdöl und 5,4 % Erdgas (2017)
Wirtschaftsabkommen mit Deutschland Doppelbesteuerungsabkommen (1985), Investitionsförder- und schutzvertrag (2002)
Handelsabkommen Australien, APTA, ASEAN, CEPA Hongkong, CEPA Korea Rep., CEPA Macau, Chile, Costa Rica, Island, Neuseeland, Pakistan, Peru, Singapur, Thailand
Internationale Organisationen UNO, APEC, WTO, SCO
   
Sofern nicht spezifiziert, stammen die Daten aus nationalen Quellen.  
   

Wirtschaftliche

+ Die Reorientierung des Wirtschaftsmodells auf die binnenwirtschaftliche Entwicklung macht Fortschritte.

+ China öffnet seine Wirtschaftssektoren stärker für ausländische Investoren.

+/– Hohe Investitionen in die Infrastruktur tragen zur konjunkturellen Belebung bei, bergen jedoch die Gefahr des weiteren Anstiegs der staatlichen Verschuldung.

– Vom USA-China-Handelskonflikt sind aufgrund der internationalen Verflechtung über Wertschöpfungsketten auch europäische Unternehmen betroffen.

– Der Wettbewerb um die technologische Führerschaft zwischen den USA und China hat begonnen und birgt die Gefahr weiterer Konflikte, die sich auch auf Europa auswirken könnten

+ Die Umstellung auf eine stärker innovationsgetriebene und nachhaltige Entwicklung liefert neue Wachstumsimpulse.

– Tragfähige Kompromisse im USA-China-Handelskonflikt erscheinen schwierig und gefährden ein Wachstum auf einem ähnlichen Niveau wie 2019.

– US-Technologiebeschränkungen (gegenüber Huawei und anderen IT-Konzernen) verlangsamen die Fortschritte im „Made in China 2025“-Programm.

– Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen 2020 verhärten sich die Fronten zwischen den USA und China

Politischer Überblick

Während sich die USA aus vielen multilateralen Institutionen zurückziehen, verstärkt China seine Präsenz auf der Weltbühne durch die Belt and Road Initiative (BRI). Durch den Ausbau der Infrastruktur entlang der früheren Seidenstraße soll eine enge Verbindung zwischen Asien und Europa auf dem Land- und Seeweg erreicht werden. Während viele Länder – insbesondere in Zentralasien – einen Bedarf an verbesserter Infrastruktur haben, sieht die EU-Kommission die Gefahr, dass ...

Für den gesamten Artikel inklusive branchenspezifischer Informationen melden Sie sich bitte hier an.