Wirtschaftshandbuch

Neuseeland-Artikel von Norman Langbecker

Offizielle Staatsbezeichnung Neuseeland
Staatsform Parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt Königin Elizabeth II. vertreten durch den Governor-General, Dame Patsy Reddy (seit 2016)
Regierungschef Premierministerin Jacinda Ardern (seit 2017)
Wirtschaftsressorts David Parker (Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel), Grant Robertson (Minister für Finanzen)
Sprachen Landessprachen: Englisch (offiziell) und Māori, Handelssprache: Englisch
Analphabetenrate k.A.
Maße und Gewichte Metrisches System
Währung New Zealand Dollar (1 NZD = 100 Cents)
Haushaltsjahr 1. Juli bis 30. Juni (fiskalisch relevantes Finanzjahr: 1. April – 31. März)
Zeitverschiebung MEZ +12 / MESZ +10 (Die Zeitumstellung in Neuseeland erfolgt zu anderen Daten als in Deutschland, so dass im Frühling und Herbst zeitweise 11 Stunden Differenz bestehen.)
Landfläche 267 710 qkm (2018, Weltbank)
Einwohnerzahl 4,9 Mio. (2018, Weltbank)
Bevölkerungsdichte 18,3 Einwohner/qkm (2018, Weltbank)
Bevölkerungswachstum 1,9 % (2018, Weltbank)
Religionsgruppen Christen, Konfessionslose, andere Religionen
Ethnische Zusammensetzung Neuseeländer europäischer Herkunft: 74 %, Māori: 14,9 %, asiatisch: 11,8 %, pazifisch: 7,4 % (Zensus 2013; mehr als 100 % aufgrund von Mehrfachnennungen)
Hauptstadt Wellington (212 700) (2017, UN)
Wichtige Städte Auckland (1,66 Mio.), Christchurch (381 500), Hamilton (165 400) (2017, UN)
Wichtige Feiertage 6. Februar (Waitangi Day), 25. April (ANZAC Day), 5. Juni (Geburtstag der Königin), 23. Oktober (Tag der Arbeit), 26. Dezember (Boxing Day), christliche Feiertage
   
   
Entstehung des BIP Primärsektor: 6,6 %, Sekundärsektor: 18,4 %, Tertiärsektor: 67 % (2018)
Verwendung des BIP Privater Verbrauch: 62,1 %, Bruttoanlageinves-titionen: 24,8 %, Staatsverbrauch: 18,4 %, Au¬ßenbeitrag: –5,7 % (2018)
Wichtige mineralische und fossile Rohstoffe Kohle: 1,9 Mio. t (2018, BP); Bausand: 25,3 Mio. t; Kalkstein: 2,3 Mio. t, Eisen u. Stahl: 1,3 Mio. t (2018, USGS)
Wichtige Agrarerzeugnisse Schafe: 27,5 Mio. Stück, Rinder: 10,2 Mio. Stück, Schweine: 0,3 Mio. Stück (2017, FAO); Weizen: 410 000 t, Gerste: 380 000 t, Mais: 210 000 t, Milch: 22,2 Mio. t (2018/19, USDA)
Wichtige Industriezweige Nahrungsmittelverarbeitung, Tourismus, Textilien, Holz- und Papierprodukte, Bergbau
Elektrizitätserzeugung 43 Mrd. kWh, davon 60,5 % Wasserkraft, 17,1 % Geo¬thermie, 12,5 % Erdgas, 4,8 % Wind, 3,4 % Kohle, 0,6 % Biogas, Sonstige 1 % (2018)
Wirtschaftsabkommen mit Deutschland Doppelbesteuerungsabkommen (1978)
Handelsabkommen in Kraft ASEAN, Australien (CER), China, Hongkong, Malaysia, Singapur, Südkorea, Thailand
Internationale Organisationen UN, WTO, APEC, Pacific Islands Forum
   

+  stabile Regierung trotz Minderheitenregierung und inhaltlich diverser Koalitionspartner

+  eine gute Ernte sowie positive Preisentwicklungen begünstigen neuseeländische Nahrungsmittelexporte

+  voranschreitender Wohnungsbau und Ausbau der digitalen Infrastruktur

+/–  Der steigende Tourismus füllt neuseeländische Kassen, belastet allerdings zunehmend Umwelt und Infrastruktur.

–  Die China-Beziehungen werden durch den Verzicht auf den Netzausbau durch chinesische Anbieter auf die Probe gestellt.

+  Weiterhin steigende Nachfrage nach neuseeländischen Produkten gewährleistet wirtschaftliches Wachstum.

+  Der Abschluss des Freihandelsabkommen mit der EU sorgt für weitere Wachstumsimpulse.

– Zunehmende Spannungen mit China könnten wirtschaftliche Risiken mit sich bringen

Politischer Überblick

Die politische Lage in Neuseeland ist trotz der von drei programmatisch recht diversen Parteien getragenen Regierung unter der Labour-Chefin Jacinda Ardern mit New Zealand First (NZF) und den Grünen stabil. Die Premierministerin genießt nach wie vor große Beliebtheit. Die Koalition von Labour und NZF wird jedoch zunehmend auf die Probe gestellt. Auf der einen Seite stehen Vorbehalte der NZF gegenüber der Green Party, auf deren Unterstützung die Minderheitsregierung angewiesen ist. Auf der anderen Seite zeichnen sich zunehmende Differenzen innerhalb der Koalition ab, wie sich z.B. beim Streit über die Einführung einer Kapitalertragssteuer (Capital Gains Tax) gezeigt hat, die nach Protesten der NZF nicht eingeführt wurde....

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