Deutscher Handel mit Asien weiterhin auf Erholungskurs

08-12-2021

Der deutsche Außenhandel mit der Region Asien-Pazifik hat sich in den ersten drei Quartalen 2021 deutlich erholt. Das Gesamthandelsvolumen belief sich in den ersten neun Monaten des Jahres auf insgesamt 335,7 Mrd. EUR (+12,3% ggü. Vjz. 2020) und übertraf damit die Vorjahreswerte (299,0 Mrd. EUR) sowie die Vergleichszahlen des Vorkrisenjahres 2019 (308,3 Mrd. EUR) deutlich. Fast 60% der Zuwächse gehen zurück auf den angestiegenen Handel (insbesondere der Importe) mit China. Die Volksrepublik bleibt damit der Wachstumsmotor für die deutsche Asienwirtschaft.

Sowohl die Ausfuhren nach China als auch die Einfuhren legten im Vergleich zum Vorjahr mit 12,1% bzw. 15,8% außerordentlich stark zu. Der deutsch-chinesische Warenaustausch belief sich in den ersten drei Quartalen auf 176,4 Mrd. EUR. Dies entspricht 52,5% des deutsch-asiatischen Handels und 9,4% des deutschen Handels mit der Welt – Tendenz steigend.

Positiv entwickelten sich auch die Handelsbeziehungen mit Japan und Korea. Die deutschen Ausfuhren in die beiden Länder lagen in den ersten Monaten mit 13,5 Mrd. EUR in etwa gleichauf (Japan +5,4%, Korea +1,4%). Japan bleibt mit einem Importvolumen von 17,4 Mrd. EUR (+10,6%) der zweitwichtigste Beschaffungsmarkt in der Region. Die Importe aus Südkorea beliefen sich auf 9,5 Mrd. EUR (+12,2%). Eine starke Zunahme verzeichneten auch die deutschen Exporte nach Neuseeland (+30,6%) und Australien (+13,5%), Deutschlands fünftgrößtem Absatzmarkt in Asien-Pazifik.

Der Außenhandel mit den südasiatischen Ländern Indien, Bangladesch und Sri Lanka konnte sich ebenfalls gut von der Krise erholen. Die Ausfuhren nach Indien (+18,7%), Bangladesch (+29,9%) und nach Sri Lanka (+14,1%) stiegen allesamt im deutlich zweistelligen Bereich. Umgekehrt hatten auch die Einfuhren mit +21,0%, 18,5% und 16,1% solide Zuwachsraten zu verbuchen.

Auch die ASEAN-Region bleibt für die deutschen Unternehmen von zunehmender Bedeutung. Mit einem Warenaustausch von fast 50 Mrd. EUR kommt die Staatengemeinschaft mittlerweile auf einen Anteil von nahezu 15% am deutschen Handel mit der Region. Hohe Zuwächse hatten vor allem die Ausfuhren nach Vietnam (+29,1%), Thailand (+18,9%), Singapur (+12,5%), Malaysia (+9,6%) und Kambodscha (+8,9%) zu verzeichnen. Die deutschen Importe stiegen vor allem aus Laos (28,9%), Thailand (23,4%), Malaysia (19,1%), Philippinen (16,1%) und Indonesien (8,8%).

Der OAV vertritt als Netzwerk der deutschen Asienwirtschaft Unternehmen aller Branchen und Größen. Seit seiner Gründung im Jahr 1900 wirkt der OAV erfolgreich als Plattform für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch und die Strategiediskussion. Vorsitzender des OAV ist Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken, CEO der TÜV SÜD AG.

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